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Eröffnung der Gedenkstätte St. Petri Friedhof

01.06.2026

Am 30. Mai 2026 ist auf dem St. Petri Friedhof in Hüsten 
eine Gedenkstätte für die verstorbenen Olper Franziskanerinnen eingeweiht worden. 

Von 1870 bi 1999 waren Olper Franziskanerinnen in Hüsten tätig. Es war erst die zweite Filiale der Franziskanerinnen.
Zur Begrüßung haben Marita Voss-Hageleit und Hubertus Gössling eine kurze Zusammenfassung der Idee und der Konzeption vorgestellt.
Sr. Veronika Fricke hat im Auftrag der Schwestern eine kurze geschichtliche Einordnung gegeben und Pastor Daniel Meiworm hat dann die Gedenkstätte eingeweiht.

Sr. Veronika hat unter anderem folgendes berichtet:

"Anfang Juni 2025 haben wir, Sr. Scholastika und ich uns erstmals mit Frau Voss-Hageleit und den Herren Gössling und Melchert in Olpe getroffen, um über die Idee für eine Steele zur Erinnerung an unsere Schwestern, die Jahrzehnte in Hüsten in der Karoline und darüber hinaus gearbeitet und wahrscheinlich viele Hüstener geprägt haben.

Im Laufe der 150 Jahre, habe ca. 175 Schwestern hier gelebt und gearbeitet.
Heute leben noch 9 Schwestern, die zu einem Praktikum oder zum längeren Einsatz nach Hüsten kamen. (Sr. Bernadett, Sr. Crescentia, Sr. Irmhilde, Sr. Maria Goretti, Sr. Marion, Sr. Walburga, Sr. Waltrud und Sr. Gertrudis und Sr. Magdalis zum Praktikum)

Ich war sehr erstaunt, dass bis zur Zeit des Nationalsozialismus auch 2 Schwestern im bzw. für das Gesundheitsamt arbeiteten. (Säuglingsfürsorge, sowie in der Tuberkulosen – Fürsorge (in 18 Gemeinden), der Familien-, Trinker- und Geisteskrankenfürsorge). 

Aus der Chronik wird auch deutlich, dass die Schwestern neben der Krankenpflege auch 2 Kindergärten aufgebaut und darin viele Kinder betreuten. In einer Nähschule haben die Schwestern den Mädchen und jungen Frauen wesentliche Fertigkeiten beigebracht. 

Ab 1936 wurden diese Aufgaben den Schwestern von der Verwaltung der NSV (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt) weggenommen. 1941 wurde das Krankenhaus zum Lazarett.

Nun aber noch einmal kurz an den Anfang zurück. 

Unsere Gründerin, die sel. Mutter M.Theresia Bonzel bekam schon 1869 von Pastor Schmidt die Anfrage für die Krankenpflege in Hüsten. (es war für die Schwestern die 2. „Außenstelle“) Er hat die Schwestern in seiner Zeit in Wenden bis zum September 1867 als „geistlicher Rektor“ begleitet und kannte aus diesem Grund auch die Probleme, die den Schwestern in Olpe wegen der Krankenpflege gemacht wurden.

Ein Weihbischof war für die Vinzentinerinnen, die in Olpe im Krankenhaus arbeiteten zuständig und befürchtete eine Konkurrenz von Franziskanerinnen für „seine Schwestern“. Darum wollte er auf jeden Fall erreichen, dass sie die Krankenpflege nicht in Olpe ausüben durften. Darum wusste Pastor Schmidt mit Sicherheit und war sicher froh, Mutter M. Theresia mit der Anfrage helfen konnte. 

Für Mutter Theresia war das sicher eine Entlastung, dass sie mit ihren Schwestern in Hüsten zur Krankenpflege willkommen war.

Die Gräfin Caroline von Fürstenberg hatte in Hüsten ein Krankenhaus bauen lassen, das Franziskanerinnen übertragen werden sollte. Das Haus wurde zu diesem Zweck von der gräflichen Familie der Kirche zu Hüsten geschenkt, und Herr Pastor Schmidt erbat von Mutter Theresia Schwestern ihrer Genossenschaft für die Besetzung des Hauses. Gern willfahrte sie seinem Wunsch, und am 7. Januar 1870 brachte Herr Superior Kaiser [mit Mutter M. Theresia] drei Schwestern dorthin zur Eröffnung der Filiale.

Im Kulturkampf wurden die Unstimmigkeiten wegen der Krankpflege in Olpe nicht weiterverfolgt. Der Druck von außen ließ die innerkirchlichen Probleme in den Hintergrund treten. Nach dem Kulturkampf wollte der Weihbischof mit Mutter M. Theresia erneut über die Krankenpflege in Olpe sprechen. Aus der Chronik:

„Im September 1883 sagte er sich zum Besuch im Mutterhaus in Olpe an. Mutter Maria Theresia war sich über den Zweck des Besuches im Klaren. Ganz offensichtlich nach Rücksprache mit ihrem Superior, Dechant Pielsticker, wich sie der Begegnung aus und fuhr in die Filiale ihrer Ordensgemeinschaft nach Hüsten. Von dort hatte sie am 22. September 1883 an eine ihrer Schwestern einen Brief geschrieben, in dem sie all ihre Sorgen ausspricht. In diesem Brief steht das Wort, das gleichzeitig ein Bekenntnis ist und als das Leitmotiv ihres Lebens gesehen werden kann: „Er führt, ich gehe.“

Mit diesem Wort möchte ich enden. Möge es uns und auch Ihnen allen hier Mut machen für unsere und Ihre Zukunft, was auch immer sie bringen wird.

Im Namen unserer Schwestern bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich für das Engagement, dass Sie gezeigt haben und damit die Erinnerung an unsere Schwestern in Hüsten wachhalten.

DANKE! Sr. Veronika Fricke osf "

Nach der Einweihungsfeier war ein sehr schöner Ausklang mit Imbiss in der Cafeteria des Karolinen-Hospitals

 

Begrüßung
Herzliche Begrüßung
Rede Sr. Veronika
Ansprache Sr. Veronika
Segnung Pastor Meiworm
Segensgebete
beide Stelen
beide Stelen
Stele mit den Namen
Erinnerung an die Verstorbenen
Lebensmotto
Lebensmotto der Gründerin
Gesamteindruck
Gesamteindruck
unter den Gästen auch Olper Franziskanerinnen
Olper Franziskanerinnen zu Gast